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Otto der Große

Des Kaisers letzte Reise

Im Jahr 2023 stand Sachsen-Anhalt ganz im Zeichen einer seiner prägendsten historischen Figuren: Kaiser Otto der Große. Anlässlich des 1050. Todestages des ersten deutschen Kaisers lud das landesweite Netzwerkprojekt „Des Kaisers letzte Reise“ dazu ein, die Lebensstationen und das Nachwirken Ottos neu zu entdecken. Parallel feierte die Straße der Romanik, die viele von Ottos Wirkungsorten verbindet, ihr 30-jährigen Jubiläum.

Zentraler Ausgangspunkt war Magdeburg, Ottos Lieblingsresidenz und letzte Ruhestätte. Das Kulturhistorische Museum Magdeburg präsentierte mit der Sonderausstellung „Welche Taten werden Bilder? Otto der Große in der Erinnerung späterer Zeiten“ eindrucksvoll, wie der Kaiser in Kunst und Erinnerungskultur weiterlebte – von Skulpturen über Malerei bis hin zu kunsthandwerklichen Objekten. Das Dommuseum Ottonianum Magdeburg ergänzte die Schau und bot begleitende museumspädagogische Formate an.

In Memleben, Ottos Sterbeort, widmete sich das Museum Kloster und Kaiserpfalz unter dem Titel „Des Kaisers Herz – Archäologische Tiefenfahndung am Sterbeort Ottos des Großen“ den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Kaiser Otto und seiner Zeit. Fachvorträge, Sonderführungen und Workshops eröffneten Besucherinnen und Besuchern neue Perspektiven auf das ottonische Erbe. Auch Merseburg und Quedlinburg beteiligten sich mit Ausstellungen, Figurentheater, Urkundenschauen und Führungen zu ottonischen Schauplätzen an der Festreihe. Die Vielzahl der Veranstaltungen machte sichtbar, wie eng die Geschichte des mittelalterlichen Europas mit Sachsen-Anhalt verbunden ist.

Staatsminister Rainer Robra hob das Projekt als Beispiel gelebter Kulturvermittlung hervor: „Sachsen-Anhalt verfügt über ein einzigartiges kulturhistorisches Erbe. Mit Projekten wie diesem wird Geschichte erfahrbar und lebendig.“ So führte „Des Kaisers letzte Reise“ nicht nur durch die Landschaften des Landes, sondern auch durch 1.000 Jahre Geschichte – ein eindrucksvolles Gemeinschaftsprojekt, das die kulturelle Identität Sachsen-Anhalts stärkt und den Blick auf seine Wurzeln schärft.

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