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Festspiel der deutschen Sprache

Eine Bühne für Wortkunst

Seit 2007 ist das Goethe-Theater Bad Lauchstädt Heimat des Festspiels der deutschen Sprache. Es startete als Geheimtipp und ist inzwischen eine Kulturveranstaltung von nationalem Rang. Initiatorin ist Kammersängerin Prof. Edda Moser, die das Festspiel 2006 gründete und ein Jahr später auf Empfehlung des gebürtigen Hallensers und früheren Bundesaußenministers Hans-Dietrich Genschers nach Bad Lauchstädt brachte.

Unter ihrer künstlerischen Leitung entwickelte sich das Festspiel zu einem festen Termin im Kulturkalender Mitteldeutschlands und zu einem Anziehungspunkt für Gäste aus dem gesamten Bundesgebiet, Österreich und der Schweiz. Gefördert wird es von Bund, Land, Saalekreis und weiteren Partnern; Schirmherr ist Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff.

Im Mittelpunkt stehen Pflege und Würdigung der deutschen Sprache als kulturelles Erbe und kulturelle Identität. Kaum ein Ort wäre dafür geeigneter als das Goethe-Theater, dem einzigen original erhaltenen Theater aus der Goethe-Zeit und mit direktem Einfluss des großen deutschen Dichters.

Dort, wo Goethe auf der Bühne stand, widmet sich das Festspiel jedes Jahr einem Themenschwerpunkt. Höhepunkt ist jeweils eine Lesung klassischer Werke mit international wie national renommierten Schauspielerinnen und Schauspielern wie Max Simonischek, Claudia Michelsen, Thomas Thieme, Katharina Schüttler und Sylvester Groth. 2025 rückte es den erstarkenden Antisemitismus in den Fokus.

Fester Bestandteil des Festspiels ist zudem ein literarisch-philosophisches Gespräch, auf dem Ministerpräsident Dr. Haseloff mit Gesprächspartnern aktuelle Themen auswertet. Im Herbst 2024 diskutierte er zum Beispiel mit dem früheren deutschen Botschafter in Moskau, Rüdiger von Fritsch, über Krieg und Frieden.

Mehr erfahren über: "Öffentliche Bibliotheken – Orte der Begegnung und Bildung im Wandel".