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Re-present

Zeitgenössische Kunst aus der Sammlung des Landes

Mit der Ausstellung „Re-present“ richtete das Land Sachsen-Anhalt im Sommer 2025 den Blick auf mehr als drei Jahrzehnte staatlicher Kunstankäufe. Die Schau in der Kunststiftung Sachsen-Anhalt brachte Arbeiten unterschiedlichster Medien und Generationen zusammen und stellte sie in vielfältige Dialoge. So entstand ein Panorama künstlerischer Positionen, das Fragen nach Sichtbarkeit, Repräsentation und dem Selbstverständnis zeitgenössischer Kunst im Land neu verhandelte.

Gezeigt wurden Werke von über 50 Kunstschaffenden, darunter u.a. Kerstin Abraham, Laura Bielau, Franca Bartholomäi, Helga Borisch, Christina Brade, Moritz, Wasja und Inge Götze, Friedemann Knappe, Herlinde Koelbl, Sae-Bom Lee, Eva Mahn, Otto Möhwald, Wolfgang Policek, Jenny Rempel, Judith Maria Runge, Dagmar Varady und vielen weiteren prägenden Stimmen der sachsen-anhaltischen Kunstszene. Die Bandbreite reichte von Malerei, Fotografie und Skulptur über Schmuckgestaltung bis hin zu digitalen Bildverfahren. Seit 1991 verfolgte das Land mit seinen Kunstankäufen das Ziel, die regionale Kunstproduktion zu stärken, museale Sammlungen zu ergänzen und eine repräsentative Landessammlung aufzubauen. Der Schwerpunkt lag auf zeitgenössischen Werken, die ästhetische und gesellschaftliche Entwicklungen Sachsen-Anhalts sichtbar machten und künstlerische Innovation förderten.

Die Auswahl der Ankäufe erfolgte jährlich durch einen unabhängigen Kunstbeirat. Das bis zu siebenköpfige Fachgremium, berufen von der Staatskanzlei und Ministerium für Kultur, arbeitete turnusmäßig für drei Jahre; eine Wiederberufung war einmal möglich. In den Sitzungen wurden Werke vorgestellt, diskutiert und bei mehrheitlicher Zustimmung zum Ankauf empfohlen. Finanziert wurden die Kunstankäufe aus Mitteln der Glücksspielabgabe.

„Re-present“ zeigte erstmals in dieser Breite, wie vielfältig und dynamisch sich die Landessammlung seit 1991 entwickelt hatte – und welche künstlerischen Perspektiven sie für die Zukunft eröffnete.

Mehr erfahren über: "Kunstmuseum Magdeburg Kloster Unser Lieben Frauen – Architektur trifft Avantgarde: 50 Jahre Kunst im Kloster".