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Auf dem Weg zum UNESCO-Welterbe

150 Jahre Pretziener Wehr

Im Jahr 2025 feierte das Pretziener Wehr bei Schönebeck sein 150-jähriges Bestehen – und blickte zugleich in die Zukunft: Mit der Gründung des Vereins „Weltkulturerbe im Salzlandkreis e. V.“ wurde ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Anerkennung als UNESCO-Welterbe getan. Vertreterinnen und Vertreter aus Bürgerschaft, Institutionen, Landkreis und Stadt bündeln darin ihre Kräfte, um das Vorhaben zu koordinieren und die Idee des Welterbes in der Region zu verankern.

Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff würdigte das Engagement anlässlich des Jubiläums: „Das Pretziener Wehr ist ein technisches und kulturelles Meisterwerk von herausragender Bedeutung. Es verdient es, als UNESCO-Welterbe internationale Anerkennung zu finden. Mit der Vereinsgründung ist ein starkes Fundament gelegt.“ Das Land Sachsen-Anhalt unterstützt das Verfahren fachlich und finanziell.

Bereits 2023 hatte ein internationaler Fachbeirat das Pretziener Wehr als eines von nur sieben neuen Kulturdenkmälern für die deutsche Tentativliste ausgewählt – ein bedeutender Meilenstein. Der nächste Schritt auf dem Weg zum Welterbestatus ist die Einreichung des Dossiers für das „Preliminary Assessment“ im Jahr 2027. Ziel ist es, das Pretziener Wehr bis spätestens 2034 offiziell in die UNESCO-Welterbeliste aufzunehmen.

Das 1875 vollendete Bauwerk ist bis heute in Betrieb und gilt als ein Meilenstein der Ingenieurbaukunst des 19. Jahrhunderts. Mit seinen 324 beweglichen Tafeln, die den Wasserstand der Elbe regulieren, schützt es Magdeburg und Schönebeck seit eineinhalb Jahrhunderten zuverlässig vor Hochwasser. 2015 wurde es von der Bundesingenieurkammer als „Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland“ ausgezeichnet.

Das Pretziener Wehr steht für die Verbindung von technischer Funktionalität, Nachhaltigkeit und kulturellem Erbe. Der neue Verein will dieses außergewöhnliche Denkmal stärker ins Bewusstsein rücken, Bildungs- und Tourismusprojekte anstoßen und die Identifikation der Bevölkerung mit ihrer Heimat fördern – auf dem Weg zu einer möglichen neuen UNESCO-Welterbestätte in Sachsen-Anhalt.

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