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Kunstankäufe

Museumsprofile stärken

Mit regelmäßigen Kunstankäufen stärkt das Land Sachsen-Anhalt die Qualität öffentlicher Sammlungen, schließt kunsthistorische Lücken und bewahrt Werke von nationaler wie internationaler Bedeutung dauerhaft für die Öffentlichkeit. Herausragende Erwerbungen der Jahre 2022/23 zeigen, wie gezielt diese kulturpolitischen Impulse gesetzt werden.

Am Standort Quedlinburg konnte die Kulturstiftung Sachsen-Anhalt – unterstützt vom Land, der Kulturstiftung der Länder, der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, der Ernst von Siemens Kunststiftung und dem Förderverein der Lyonel-Feininger-Galerie – das Gemälde „Im Schnee“ von Lyonel Feininger erwerben. Das Land stellte hierfür 85.000 Euro aus seinem Förderetat bereit. Das Gemälde stellt eine wichtige Ergänzung der Bestände der Sammlung Klumpp dar. 1949 in New York entstanden, greift das Werk motivisch auf Feiningers Dessauer Jahre zurück und verweist somit unmittelbar auf Feiningers Zeit in Sachsen-Anhalt.

Auch das Kunstmuseum Magdeburg Kloster Unser Lieben Frauen konnte seinen Sammlungsbestand gezielt weiterentwickeln. Gefördert wurde hier der Ankauf von Maurizio Nannuccis großformatiger Lichtarbeit „Line“ (1989). Mit Nannuccis Elb-Projekt von 2008 prägt bereits ein weithin sichtbares Werk das Stadtbild und erhält mit „Line“ nun eine passende Ergänzung innerhalb der Museumssammlung.

Ein Großer Glücksfall war der Erwerb von Gerrit van Honthorsts Gemälde „Prinz Wilhelm von Oranien-Nassau und drei seiner Schwestern“ für die Kulturstiftung Dessau Wörlitz. Das großformatige Gemälde von 1635 muss sich seit spätestens 1696 in den fürstlichen Sammlungen befunden haben und war dort bis 1939 dokumentiert. Es ging in den Kriegswirren verloren und galt seitdem als verschollen – bis es 2022 auf dem Kunstmarkt auftauchte. Das Stück bereichert nun wieder die hochkarätige Sammlung der Stiftung und wird im Festsaal des von Henriette Catharina von Anhalt-Dessau erbauten Schlosses Oranienbaum präsentiert. Der Erwerb wurde neben den Mitteln des Landes durch die großzügige Unterstützung der Ernst von Siemens Kunststiftung, der Kulturstiftung der Länder und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien ermöglicht.

 

Mehr erfahren über: "Ottilie von Gersen".