Robra dankte der promovierten Kunsthistorikerin für ihre langjährige Tätigkeit für den Denkmalschutz: „Mit Dr. Elisabeth Rüber-Schütte verabschieden wir eine herausragende Denkmalpflegerin und Wissenschaftlerin, die sich mit großem Engagement dem Schutz und der Erforschung unseres kulturellen Erbes verschrieben hat. Sie hat maßgeblich dazu beigetragen, die Schätze der Straße der Romanik zu bewahren, wissenschaftlich zu erschließen und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Mit ihrer Expertise, ihrer Beharrlichkeit und ihrem Blick für die Bedeutung unserer Kulturdenkmale hat sie wichtige Impulse für die Denkmalpflege gesetzt. Für ihren langjährigen Einsatz und ihre großen Verdienste um das kulturelle Erbe Sachsen-Anhalts danke ich ihr sehr und wünsche ihr alles Gute.“
Rüber-Schütte begleitete die Arbeit des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie seit 1994. Über Jahrzehnte ihrer Tätigkeit hatte sie als praktische Denkmalpflegerin und Landeskonservatorin maßgeblich dazu beigetragen, die Romanik in Sachsen-Anhalt sowohl wissenschaftlich zu erschließen als auch deren Erhalt und öffentliche Sichtbarkeit zu sichern. In ihrer Funktion als Landeskonservatorin koordinierte sie unter anderem die fachliche Betreuung der über 80 Stationen der Straße der Romanik und stellte sicher, dass Sanierungen den denkmalpflegerischen Standards entsprechen.
Landesarchäologe Prof. Dr. Harald Meller: „Als Kernraum mitteleuropäischer Geschichte weist Sachsen-Anhalt eine einmalig hohe Dichte bedeutendster Kulturdenkmale auf, darunter allein fünf UNESCO-Welterbestätten. Die Verantwortung für einen solchen Aufgabenbereich zu meistern, erfordert höchste fachliche und wissenschaftliche Qualifikation, herausragendes organisatorisches Geschick und die richtige Mischung von Durchsetzungsvermögen und Diplomatie. Mit Frau Dr. Rüber-Schütte verlässt uns eine Landeskonservatorin, die all diese Eigenschaften in hervorragender Weise vereint. Ihre Leistungen für die einmalige Denkmallandschaft unseres Landes sind von höchster Bedeutung und helfen wesentlich, diese Schätze für die Bürgerinnen und Bürger zu sichern und in Wert zu setzen.“
Ihre Arbeit begann Rüber-Schüttet als Gebietsreferentin in der Praktischen Denkmalpflege, anfangs für die ehemaligen Landkreise Bördekreis, Ohrekreis und Schönebeck und ab 2002 für die ehemaligen Landkreise Halberstadt, Quedlinburg und Wernigerode. 2011 wurde ihr die Leitung der Abteilung Bau- und Kunstdenkmalpflege im Landesamt übertragen. Im April 2021 wurde sie zur Landeskonservatorin berufen.
Das Nachbesetzungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen.
Hintergrund
Die Aufgaben der Landeskonservatorin ergeben sich aus dem Denkmalschutzgesetztes des Landes: Sie ist zuständig für die Erfassung der Kulturdenkmale und für die Sicherung der praktischen Denkmalpflege. Gleichzeitig trägt sie zur Entwicklung der wissenschaftlichen Grundlagen bei und fördert die Veröffentlichung von neuen Erkenntnissen zum Denkmalbestand sowie den Erfahrungsaustausch in der denkmalpflegerischen Methodik.

