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Sachsen-Anhalts neuer Landesdenkmalrat nimmt Arbeit auf

In der Staatskanzlei und Ministerium für Kultur ist am Mittwoch, 16. August 2017, erstmals in der aktuellen Legislaturperiode der Landesdenkmalrat zu einer konstituierenden Sitzung zusammengetreten. Neben der Wahl des neuen Vorsitzenden wurden die Arbeitsschwerpunkte für die kommenden Jahre festgelegt.

„Der Landesdenkmalrat ist in Sachsen-Anhalt und auch über die Landesgrenzen hinaus zu einer wichtigen Institution geworden. Mit dem neu zusammengesetzten Denkmalrat verfügt das Land über ein geeignetes Gremium, das fachkundig zur Stärkung unserer Kulturlandschaft beiträgt“, erklärte Kulturminister Rainer Robra. Im Rahmen der Sitzung wurde Prof. Dr. Rudolf Lückmann von der Hochschule Anhalt aus dem Kreis des Landesdenkmalrates zum neuen Vorsitzenden gewählt, Prof. Dr. Tobias Gärtner von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zum stellvertretenden Vorsitzenden. „Es freut mich, dass der Denkmalrat mit Herrn Lückmann und Herrn Gärtner ausgewiesene Experten für Architektur und Denkmalschutz an seiner Spitze weiß. Mit ihrem Sachverstand und ihrer Erfahrung wird sich der Denkmalrat den anstehenden Aufgaben in geeigneter Weise widmen können“, gratulierte Robra.

Aufgaben des Denkmalrates

Mit ca. 36.000 Bau- und Kulturdenkmalen, fünf UNESCO-Welterbestätten sowie zahlreichen historischen Gärten zählt Sachsen-Anhalt zu den denkmalreichsten Bundesländern. Oftmals sind diese Denkmale orts- und stadtbildprägend. Ein Arbeitsschwerpunkt der kommenden Jahre ist es deshalb, die Denkmalpflege als einen für die Gesellschaft wichtigen Identitätsfaktor zu stärken. Darüber hinaus sollen weitere Vorschläge erarbeitet werden, um Verfahrensweisen zum Denkmalschutz zu vereinfachen.

Der Landesdenkmalrat wird durch die Staatskanzlei und Ministerium für Kultur berufen und tritt mindestens halbjährig zusammen. Ihm gehören Sachverständige aus den Bereichen Denkmalschutz, Denkmalpflege und Archäologie sowie Vertreter anderer von Denkmalschutz und Denkmalpflege berührter Bereiche an. Aufgabe des ehrenamtlich tätigen Denkmalrates ist es, Anregungen und Empfehlungen bei Grundsatzentscheidungen in den Denkmalschutz betreffenden Bereichen zu geben. Die Denkmalbehörden sind verpflichtet, die Empfehlungen des Denkmalrates in ihren Entscheidungen zu berücksichtigen. Darüber hinaus schlägt das Gremium die Preisträger des Denkmalpreises vor, der alle zwei Jahre verliehen wird.

Die Mitglieder des Denkmalrates werden für die Dauer von fünf Jahren berufen. Die Amtszeit des letzten Denkmalrates endete im November 2015. Dessen Mitglieder hatten sich darauf verständigt, dass die Berufung eines neuen Denkmalrates erst in der neuen Legislaturperiode erfolgen sollte.

Mitglieder des Denkmalrates

  • Prof. Dr. Rudolf Lückmann, (Vorsitz) Hochschule Anhalt (FH), Fachbereich Architektur, Facility Management und Geoinformation
  • Prof. Dr. Tobias Gärtner, (stellv. Vorsitz) Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Institut für Kunstgeschichte und Archäologien Europas
  • Dipl.-Ing. Boris Krmela, Architekt für Stadtplanung
  • Brigitte Mang, Kulturstiftung Dessau-Wörlitz, Direktorin/Vorstand
  • Dr. Christian Philipsen, Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, Generaldirektor/Vorstand
  • Guido Schwarzendahl, Bauverein Halle und Leuna e.G., Vorstand
  • Prof. Dr. Paul Zalewski, Universität Viadrina Frankfurt (Oder), Kulturwissenschaftliche Fakultät
  • Arndt Hünecke, Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege, Justiziar
  • Dipl.-Ing. Uwe Runge, Malermeister und Restaurator im Handwerk
  • Elke Bergt, Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Referentin Bau
  • Matthias Dreßler, Architektenkammer Sachsen-Anhalt, Mitglied des Vorstandes, Architekt
  • Bernhard Lohe, Landesheimatbund Sachsen-Anhalt, Vorsitzender Arbeitskreis Baukultur