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Netzwerktreffen stärkt immaterielles Kulturerbe in Sachsen-Anhalt

In der Staatskanzlei und Ministerium für Kultur fand am gestrigen Donnerstag ein Netzwerktreffen zum immateriellen Kulturerbe (IKE) statt. Gemeinsam mit dem Landesheimatbund Sachsen-Anhalt wurde der Auftakt für ein neues Austauschformat gesetzt, das die derzeit zehn Trägergruppen des immateriellen Kulturerbes landesweit stärker miteinander vernetzen und die Weiterentwicklung des Themenfeldes unterstützen soll.

„Das immaterielle Kulturerbe ist das lebendige Gedächtnis unseres Landes. Es erzählt von handwerklichem Können, von Bräuchen, Festen und gelebten Traditionen, die Menschen über Generationen hinweg verbinden. Gerade in Sachsen-Anhalt zeigt sich diese Vielfalt in besonderer Weise – regional verwurzelt, engagiert getragen und offen für neue Impulse“, so Staatsminister und Minister für Kultur Rainer Robra.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden die zehn Trägergruppen erstmals offiziell für ihre Aufnahme in das Landesverzeichnis geehrt. Das Land würdigt damit ihr Engagement für den Erhalt regionaler Traditionen, Bräuche und Fertigkeiten. Das Netzwerk soll künftig dazu beitragen, die Wahrnehmung landestypischer Kulturformen zu erhöhen, die Identifikation mit Sachsen-Anhalt zu stärken und Impulse für Öffentlichkeitsarbeit und Tourismus zu setzen.

Das Landesverzeichnis zum IKE wurde im Jahr 2024 nach Beschluss des Landtages veröffentlicht. Derzeit finden sich zehn Kulturformen auf der Landesliste wieder:

  1. Fertigungstechnik Prägebrikett
  2. Philantrophisches Leben&Lernen
  3. Salzwirker-Brüderschaft Halle
  4. Finkenmanöver im Harz
  5. Schachtradition Ströbeck
  6. Pfingsttanz im Mansfelder Land
  7. Spergauer Lichtmeß
  8. Grasedanz im Harz
  9. Bad Dürrenberger Brunnenfest
  10. Gebrauchshundewesen

„Mit dem Landesverzeichnis und dem neuen Netzwerkformat wollen wir dieses Engagement sichtbar würdigen, den Austausch stärken und dazu beitragen, dass unsere kulturellen Ausdrucksformen auch künftig Identität stiften und weit über die Landesgrenzen hinaus wahrgenommen werden“, so Robra.