Der Minister gratulierte den Preisträgern und erklärte: „Die Denkmalpflege ist ein unverzichtbarer Bestandteil unserer kulturellen Identität. Sie bewahrt nicht nur unsere Geschichte, sondern macht sie für kommende Generationen erlebbar. Das ehrenamtliche Engagement ist ihre wichtigste Stütze: Ohne die Leidenschaft, das Fachwissen und die Ausdauer der vielen freiwillig Engagierten wäre der Erhalt unseres reichen baukulturellen Erbes nicht denkbar. Ich danke ausdrücklich allen Menschen im Land, die sich in Vereinen, in den Kirchengemeinden oder auch privat für die Kulturdenkmale ihrer Heimat einsetzen. Stellvertretend für sie alle verleiht die Landesregierung an einige Wenige den Denkmalpreis des Landes. Mein herzlicher Glückwunsch gilt allen Preisträgern und meine große Anerkennung all jenen, die sich tagtäglich für den Erhalt unseres kulturellen Erbes einsetzen.“
Ausgezeichnet werden in diesem Jahr:
Guido Schwarzendahl, Halle (Saale)
für sein herausragendes Engagement für den Erhalt und die denkmalgerechte Sanierung der Bausubstanz in Halle-Neustadt. Als Vorstand des Bauvereins Halle und Leuna eG stärkt er den baukulturellen Wert der DDR-Moderne, bringt seine Expertise in Gremien im ganzen Land ein und fördert besonders bei jungen Menschen die Identifikation mit dem Hallenser Stadtteil.
Gerhard Christ, Aschersleben
für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement in der archäologischen Denkmalpflege und seine umfassende Erforschung der Stadtgeschichte Ascherslebens. Durch Ausgrabungen, intensive Archivarbeit und Quellenforschung trug der Bodendenkmalpfleger maßgeblich dazu bei, die historischen Quellen zu sammeln, auszuwerten und wissenschaftlich zu veröffentlichen.
Verein für Walbecker Geschichte und Heimatpflege e.V.
für das herausragende Engagement des Vereins am Grünen Band und beim Wiederaufbau des ehemaligen DDR-Beobachtungsturms bei Walbeck. Durch intensive Forschungsarbeit, gemeinschaftlichen Einsatz und die Einwerbung von Fördermitteln gelang die denkmalgerechte Wiedererrichtung des Turms als Geschichtsdenkmal, Lernort zur deutschen Teilung und Aussichtspunkt in der Region.
Die Preisverleihung findet am 21. April in der Staatskanzlei und Ministerium für Kultur statt.
Hintergrund
Der Denkmalpreis ist die wichtigste Auszeichnung des Landes auf dem Gebiet der Denkmalpflege. Er richtet sich an Gruppen oder Einzelpersonen, die sich in vorbildlicher Weise für die Rettung und Erhaltung von Bau- und Kunstdenkmalen sowie von archäologischen Denkmalen in Sachsen-Anhalt einsetzen.
Der Denkmalpreis ist mit 2.500 Euro pro Einzelpreis und mit 7.500 Euro für den Gruppenpreis dotiert. Die Preise werden alle zwei Jahre verliehen.

