Staatsminister und Minister für Kultur Rainer Robra begrüßt das starke Signal der Länder: „Über 200 Jahre hinweg entstand in Deutschland eine Industrielandschaft, die in Europa Seltenheitswert hat. Industriedenkmäler sind nicht nur Erinnerungsorte einer Industrienation, sondern auch Spiegelbilder wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Transformationserfahrungen – das gilt für Sachsen-Anhalt, aber auch für viele andere Regionen in Deutschland. Ich freue mich, dass die Länder einstimmig die hohe Bedeutung der Industriekultur für ganz Deutschland anerkennen.“
Die Länder unterstrichen in Berlin die große Bedeutung der Industriekultur für die regionale, nationale und europäische Erinnerungskultur sowie nicht zuletzt ihr demokratiestärkendes Moment. Gemeinsam bitten die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder die Bundesregierung, das Vorhaben eines bundesweiten Förderprogramms „Industriekultur in Deutschland gezielt fördern“ sowohl für Kultur- als auch für Denkmalpflege-Vorhaben erneut aufzugreifen und das Bundesprogramm finanziell langfristig abzusichern. Weiterhin empfehlen die Länder, die Gründung einer Bundesstiftung Industriekultur voranzutreiben, um so der Industriekultur Deutschlands weitreichende Entwicklungsmöglichkeiten zu eröffnen.
Zu ersten Initiativen im Rahmen der länderübergreifenden Vernetzung und Kommunikation im Bereich Industriekultur zählte die am 1. April 2025 in Dortmund erfolgte Gründung des Vereins „Bundesverband Industriekultur e.V.“ (BVID).
In Sachsen-Anhalt werden industriekulturelle Stätten im dezentralen Netzwerk Industriekultur Sachsen-Anhalt (NIK) priorisiert und zusammengeführt. Seit September 2023 fördert das Land die NIK-Geschäftsstelle, eine Kooperation der Ferropolis Stiftung Industriekultur gGmbH, des Landesheimatbunds Sachsen-Anhalt e.V. und des Museumsverbands Sachsen-Anhalt e.V. Sie steht als Ansprechpartnerin zur Verfügung, ergreift Maßnahmen zur Stärkung und strategischen Entwicklung von industriekulturellen Standorten

