Kultursommerreise 2018 von Staats- und Kulturminister Rainer Robra

Staats- und Kulturminister Rainer Robra besuchte im Rahmen einer Sommerreise ausgewählte Kultureinrichtungen im Land, um sich persönlich ein Bild von der Vielfalt des kulturellen Angebotes Sachsen-Anhalts zu machen. Auf dem ersten Teil der Sommerreise war Robra am am 25. - 26. Juli 2018 im Altmarkkreis Salzwedel und der Landeshauptstadt Magdeburg Museen unterwegs und besuchte dort Sakralbauten, führte Gespräche mit Trägern und Kulturschaffenden vor Ort und informierte sich über den Stand von Ausstellungvorbereitungen.

Der zweite Teil seiner Kultursommerreise führte den Minister vom 6. - 7. September 2018 ans Grüneband und in den süd-östlichen Teil des Landes.

Kultursommerreise Teil 1

Das Bild zeigt den Kulturminister im Museum Diesdorf
Kulturminister Rainer Robra im Freilichtmuseum Diesdorf

25.07.2018: Am ersten Tag seiner Kultursommerreise machte Staats- und Kulturminister Rainer Robra im Freilichtmuseum Diesdorf halt. Dort informierte er sich über den Stand der Arbeiten der Künstlerin Rebekka Rauschhardt, die derzeit im Rahmen des Heimatstipendiums im Museum tätig ist. Ein weiteres Thema auf der Agenda war die Präsentation der Ergebnisse der Provenienzforscherin Sabine Breer. Im Rahmen des Projektes "Erstcheck" des Museumsverbandes wurde im Freilichtmuseum Diesdorf kein Raubgut gefunden. Weitere Stationen des Tages waren die Diesdorfer Klosterkirche, die Lorenzkirche in Salzwedel sowie die Wallanlagen in Gardelegen. Beim Spaziergang über die Gartenträume-Wallanlagen wurde Robra von "Uralt-Bürgermeister" Julius Beck persönlich geführt - einem Schauspieler, der den "Macher" der Stadt Gardelegen aus dem 19. Jahrhundert gab.

Tag 2: Station in Magdeburg

Rainer Robra und Mathias Puhle im Depot des Kulturhistorischen Museums
Rainer Robra und Matthias Puhle im Depot des Kulturhistorischen Museums Magdeburg

26.07.2018: Am zweiten Tag seiner Sommerreise besuchte Staats- und Kulturminister Rainer Robra ausgewählte Kultureinrichtungen in Magdeburg. Im Depot des Kulturhistorischen Musuems nahm er zusammen mit dem Kulturbeigeordneten der Stadt, Prof. Dr. Matthias Puhle, einen besonderen Schatz in den Blick: Über Jahrzehnte war ein silbernes Abendmahlgeschirr, bestehend aus Kelch und Kanne, verschollen. Vergangenes Jahr waren beide Stücke bei einer Auktion in Köln plötzlich wieder aufgetaucht. Dank einer konzertierten Aktion von Stadt, Land und Museum konnten die Stücke für das Museum erworben werden.

Vor Ort überreichte Robra außerdem einen Zuwendungsbescheid für ein Projekt zum anstehenden Bauhausjubiläum: Mit einer Förderung von 180.000 Euro unterstützt das Land die Ausstellung „Reformstadt der Moderne. Magdeburg in den Zwanzigern“.

Bereits zuvor hatte Robra im Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen Magdeburg einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 120.800 Euro an die Stadt und das Museum überreicht. Mit diesem finanziellen Zuschuss soll das Projekt „Moderne-Ikonografie. Fotografie im urbanen Umfeld. Das Bauhaus und die Folgen. 1919-2019“ gefördert werden - ebenfalls ein Projekt im Rahmen des Bauhausjubiläums.

Weitere Stationen des Tages waren eine Führung durch das Forum Gestaltung, ein Rundgang durch das Literaturhaus Magdeburg sowie abschließend ein Besuch im Café Kies.

Tag 3: Kulturminister am "Grünen Band"

Das Bild zeigt Rainer Robra am Grünen Band
Robra am Grünen Band

06.09.18: Der dritte Tag seiner Sommertour führte Robra an die Grenzen des Landes Sachsen-Anhalt. Denn thematisch stand dieser Tag der Reise ganz im Zeichen der „Erinnerungskultur“. Wo früher Stacheldrahtzäune die Teilung Deutschlands bestimmten, wird heute durch das „Grüne Band“ – einem einzigartigen Biotopenverbund zur Sicherung der biologischen Vielfalt – an die friedlich überwundene, ehemalige Teilung gedacht. Im Grenzmuseum Sorge stellt der dortige Verein seine Arbeit im Freilandmuseum vor. Das Museum zeigt die besonderen Lebensumstände der Bewohner im Grenzgebiet und veranschaulich das System der Grenzsicherung zur Zeit der Teilung.

Im Heimatmuseum Abbenrode erhielt Robra einen Einblick in die Arbeit des Heimat-, Kultur und Museumsverein Abbenrode e.V. und machte sich ein Bild von aktuellen und geplanten Projekten. Das ehemalige Mühlendorf wurde Jahrzehnte lang durch den Fluss Ecker von Niedersachsen getrennt. Ein ebenfalls bekanntes Grenzdenkmal befindet sich in Hötensleben. Das fast vollständig erhaltene Denkmal wird vom Grenzdenkmalverein Hötensleben e.V. betreut und dokumentiert den Zustand des pioniertechnischen Ausbaus der DDR-Grenzsperranlagen. Hier nahm Robra an einer Führung durch die Anlagen teil, ebenso in der ehemaligen Grenzanlage Wülperode.

Der letzte Halt auf der Route des Grünen Bandes war die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn. Hier nahm der Kulturminister an einem Rundgang durch die ehemalige Grenzübergangsstelle teil, die bis 1990 die größte und bedeutendste Übergangsstelle an der innerdeutschen Grenze darstellte.

Tag 4: Weißenfels - Merseburg - Halle

Robra und Bernd Wiegand in der Marienbibliothek Halle
Robra zusammen mit Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand in der Marienbibliothek

07.09.18: Am letzten Tag seiner Kultursommerreise bereiste Minister Robra den süd-östlichen Teil des Landes. Erster Halt des Tages war Schloss Neu-Augustusburg in Weißenfels, wo er an einer Führung durch das im Schloss beheimatete Museum teilnahm. Dort befindet sich eine Ausstellung zum Herzogtum Sachsen-Weißenfels sowie zur Geschichte der Stadt. Zudem beherbergt das Schloss das größte Schuhmuseum der neuen Bundesländer mit historischen Schuhen aus aller Welt.

Im Deutschen Chemie-Museum Merseburg, einem Museum zur Geschichte der chemischen Technik und Industrie, informierte sich Robra über die Erstellung der Studie zur Förderung der Industriekultur bzw. Technikgeschichte im Land und über den Stand zur Schaffung einer neuen Trägerschaft für das Museum. Derzeitiger Träger ist der Verein Sachzeugen der Chemischen Industrie e.V., der auf dem Gelände der Hochschule Merseburg das Museum aufgebaut hat. Das Museum besteht aus einem zugänglichen Technikpark, aus den in Vorbereitung befindlichen Ausstellungshallen und aus einem Kinder- und Jugendlabor. An dem Termin nehmen Vertreter des Förderkreises und Museumsmitarbeiter teil.

Zum Abschluss besuchte Robra die Marienbibliothek zu Halle. Die historische wissenschaftliche evangelische Kirchenbibliothek wurde im Jahr 1552 gegründet und besitzt neben theologischen Werken, vor allem aus der Zeit der Reformation, auch seltene Drucke aus allen Bereichen der Wissenschaft sowie Kunstgegen-stände. Als Präsenzbibliothek zählt sie zusammen mit der Bibliothek der Franckeschen Stiftungen und der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt zu den drei bedeutendsten Büchereien der Saalestadt.

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