Literatur in Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt verfügt über ein reiches literarisches Erbe. Bedeutende Schriftsteller haben hier gewirkt und einzelne Orte im Land sind sogar zu Schauplätzen der Weltliteratur geworden. An dieses Erbe knüpft das gegenwärtige literarische Schaffen an. Im Land arbeiten derzeit ca. 200 Schriftstellerinnen und Schriftsteller.

Reiches Literarisches Erbe

Das Bild zeigt eine Luther-Bibel in den Frankeschen Stiftungen
Frankeschen Stiftungen

In der Vergangenheit waren in den Grenzen des heutigen Sachsen-Anhalts bedeutende Schriftsteller unterwegs. Autoren wie Novalis oder Friedrich Nitzsche stammen aus der Region, Aufklärer wie Gottfried August Bürger oder Friedrich Gottlieb Klopstock ließen sich hier von Land und Leuten inspirieren.

Einzelne Orte im Land sind sogar als Schauplätze der Weltliteratur verewigt. Goethe führte seinen „Faust“ zur Walpurgisnacht in die „Gegend von Schierke und Elend“. Dem Harz wurde auch durch Heinrich Heine ein Denkmal gesetzt. Und in Wittenberg hat bekanntlich Shakespeares Hamlet Bekanntschaft mit fortschrittlichem Gedankengut geschlossen.

Für die Pflege dieses literarischen Erbes in Sachsen-Anhalt ist das Gleimhaus in Halberstadt verantwortlich, eines der ältesten deutschen Literaturmuseen.

Literatur in Sachsen-Anhalt heute

In jedem Herbst finden an wechselnden Orten die Landesliteraturtage statt, mit denen das Schaffen der derzeit ca. 200 Schriftstellerinnen und Schriftsteller im Land in den Blick genommen wird. Das Land veröffentlicht pro Quartal die Literaturzeitschrift des Landes Sachsen-Anhalt „Ort der Augen“. Mit der Herausgabe ist der Friedrich-Bödecker-Kreis e. V. betraut, von dem wichtige Impulse für das literarische Leben ausgehen.

Seit 1992 finden alljährlich die Landesliteraturtage statt, die an die literarischen Traditionen des Landes anknüpfen. In zahlreichen Veranstaltungen laden sie an wechselnden Orten ein leseinteressiertes Publikum zur Begegnung in der Welt der Literatur ein. Besonderes Augenmerk  legten die Organisatoren auf die Einbeziehung junger Leserinnen und Leser.

Literaturpreis des Landes

Das Land Sachsen-Anhalt verleiht jährlich den Literaturpreis für herausragende literarische Leistungen, der als „Klopstock-Preis für neue Literatur“ verliehen wird. Der Preis teilt sich einen Haupt- und einen Förderpreis.

Der Hauptpreis wird verliehen für ein deutschsprachiges Werk (Roman, Lyrik, Drama, Reisebeschreibung, Essay) und ist mit einer Preissumme von 12.000 Euro dotiert. Der Klopstock-Förderpreis wird an einen Nachwuchsautor vergeben, der sich mit einer herausragenden literarischen Debütveröffentlichung ausgewiesen hat, die bundesweit Beachtung gefunden hat. Der Autor muss einen biblio- oder biografischen Bezug zum Land Sachsen-Anhalt haben. Dieser Förderpreis ist mit einer Summe von 3.000 Euro dotiert.

Als beratendes Gremium für Literaturfragen wurde beim Kulturministerium ein Literaturbeirat berufen.