Kulturland Sachsen-Anhalt

Kloster Jerichow
Im Kloster Jerichow in der Altmark

Sachsen-Anhalt ist ein Kulturland mit reichem Erbe und großem Potential für künstlerisch-ästhetische Innovationen. Mit der Vielzahl von architektonischen, kunstgeschichtlichen und archäologischen Denkmalen nimmt das Bundesland eine herausragende Stellung in Deutschland ein. Berühmte historische Persönlichkeiten stammten aus der Region oder wirkten hier, darunter Martin Luther, die Ottonen, die Komponisten Georg Friedrich Händel, Johann Sebastian Bach oder Kurt Weill, das Ehepaar Kadinsky u.v.m.

Sie alle haben hier ihre Spuren hinterlassen und dazu beigetragen, dass Sachsen-Anhalt heute über eine einzigartige Kulturlandschaft verfügt. Die Pflege, der Erhalt und die Weiterentwicklung dieses kulturellen Erbes sind ein wichtiges Anliegen der Landesregierung.

Kulturelle Leuchttürme und Vielfalt in den Regionen

Das Bild zeigt eine Bibel in den Fracnkeschen Stiftungen
Eine Lutherbibel in der Bibliothek der Franckeschen Stiftungen in Halle (Saale)

Sachsen-Anhalt ist das Land mit der höchsten Dichte an UNESCO-Welterbe-Stätten in Deutschland. Die Luthergedenkstätten in den Lutherstädten Eisleben und Wittenberg, das Bauhaus und seine Stätten in Dessau, das Gartenreich Dessau-Wörlitz und die Stiftskirche, Schloss und Altstadt von Quedlinburg zählen zu den „kulturellen Leuchttürmen“ des Bundeslandes. Seit Juli 2018 darf auch der Naumburger Dom diesen Titel führen. Doch auch die Franckeschen Stiftungen und die Stiftung Moritzburg sind beispielgebend für das breite kulturhistorische Spektrum Sachsen-Anhalts.

In allen Regionen des Landes finden sich attraktive Kulturangebote. In der Altmark erinnert beispielsweise das Winckelmann-Museum an den bedeutenden Sohn der Stadt Stendal. Im Harz können Besucher von Quedlinburg nicht nur den berühmten Domschatz bewundern, sondern bekommen auch in der Lyonel-Feininger-Galerie sehenswerte Exponate geboten. Das Novalismuseum im Schloss Oberwiederstedt im südlichen Kulturraum macht mit dem Leben des früh verstorbenen Romantikers bekannt. Die Straße der Romanik wiederum führt an den Hansestädten sowie beeindruckenden Burgen und imposanten Sakralbauten aus dem Mittelalter vorbei.

Sachsen-Anhalts lebendige Kulturszene

Das Bild zeigt ein Fest in Ferropolis
FERROPOLIS. Stadt aus Eisen beim splash! Festival

Neben den Museen und Stiftungen verfügt Sachsen-Anhalt über eine sehr aktive Kulturszene. Ob Schauspiel, Kabarett oder Klassik – für jede Altersgruppe gibt es ein attraktives Kulturangebot, quer durch das Land. So setzt die Region Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg unter anderem mit dem Kurt Weill Fest auch überregional beachtliche Akzente. Die Telemann-Festtage in Magdeburg sind ein besonderer Höhepunkt im Musikleben der Landeshauptstadt. Eine besonders traditionsreiche Kulturlandschaft findet sich in Halle. Die jährlichen Händelfestspiele wiederum sind ein kulturelles Highlight mit bundesweiter Ausstrahlung.

Ausdruck kultureller Tradition sind auch die vielen Festlichkeiten, die zumeist auf historische Wurzeln zurückgehen. Das Wochenende zu „Luthers Hochzeit“ bringt jedes Jahr knapp 100.000 Besucherinnen und Besucher nach Wittenberg. Das wohl bekannteste Fest wird aber in der Nacht zum 1. Mai begangen. In mehr als dreißig Harzorten wird das traditionelle Walpurgisfest gefeiert, darunter in Wernigerode, Blankenburg, Schierke sowie natürlich auf dem sagenhaften Hexentanzplatz in Thale.

Seit einigen Jahren hat sich das Musikfest „Fete de la musique“ etabliert, das jährlich am 21. Juni gefeiert wird. Mit dem aus Frankreich stammenden musikalischen Miteinander wird an vielen Orten in Sachsen-Anhalt der Sommer begrüßt. In der Baggerstadt Ferropolis, der Stadt aus Eisen, finden jährlich renommierte Festivals statt. So ziehen das Hip-Hop-Festival Splash oder das Melt Zehntausende nach Sachsen-Anhalt. Darüber hinaus hat sich in den vergangenen Jahren eine lebendige Poetry-Slam-Szene entwickelt.

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