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Dom St. Peter und Paul in Naumburg

Der Dom St. Peter und Paul in Naumburg gilt als eines der bedeutendsten Kulturdenkmale des Hochmittelalters in Deutschland. Weltberühmt ist die spätromanisch-frühgotische Kathedrale für die Arbeiten des sogenannten Naumburger Meisters. Insbesondere die zwölf Stifterskulpturen – allen voran die der Markgräfin Uta von Naumburg – stehen exemplarisch für die herausragende Schöpfung deutscher Bildhauerkunst. Seit Juli 2018 ist der Dom eingetragenes UNESCO-Welterbe.

Uta – Die schönste Frau des Mittelalters

Der Naumburger Dom gilt als ein Beispiel für die Baukunst der späten Romanik sowie der frühen Gotik und zählt mit seinen zwölf Stifterfiguren zu den bedeutendsten Bauten des europäischen Hochmittelalters.

Das imposante Kirchengebäude wurde in der Zeit zwischen 1213 und etwa 1250 errichtet und erstreckt sich über eine Gesamtlänge von 100 Metern. Beeindruckend sind die beiden Lettner, welche die Chöre räumlich vom Kirchenschiff trennen. Zwei erhaltene Lettner in einer Kirche sind einzigartig auf der Welt. Die größte Anziehungskraft übt der Westchor mit den zwölf Stifterfiguren aus. Ein unbekannter Künstler schuf Mitte des 13. Jahrhunderts für diese Zeit ungewöhnlich natürlich aussehende, ausdrucksstarke Figuren. Markgräfin Uta von Naumburg, die berühmteste Stifterfigur, gilt als „schönste Frau des Mittelalters“.

Bereits in seiner 41. Sitzung 2017 hatte das UNESCO-Welterbe-Komitee den „außergewöhnlichen universellen Wert des Naumburger Doms“ anerkannt. Der Dom mit seinen vier Türmen ist nicht nur das Wahrzeichen der Stadt Naumburg, sondern gilt auch als identitätsstiftendes Zentrum der Kulturlandschaft an Saale und Unstrut. Er zählt zu den berühmtesten Bauwerken an der „Straße der Romanik“.

Gesamtkunstwerk Naumburger Dom

Im Naumburger Dom fügen sich Meisterwerke der Romanik und Gotik mit Glanzstücken der Gegenwartskunst zu einem eindrucksvollen Ensemble. Kunstwerke wie das romanische Kruzifix in der Krypta, der frühgotische Westlettner mit seinen lebensnahen Figuren, die von Lucas Cranach geschaffenen Altarflügel aus dem 16. Jahrhundert oder die von Neo Rauch entworfenen Glasfenster in der Elisabethkapelle begeistern jährlich zehntausende Besucher.

Auch finden sich Spuren des Reformators Martin Luther im Naumburger Dom. Im Jahr 1542 fand hier die Amtseinsetzung des weltweit ersten evangelischen Bischofs, Nikolaus von Amsdorf, im Dom statt. Die Weihe vollzog Martin Luther persönlich. Noch heute erinnert eine Lutherfigur an der Kanzel an dieses Ereignis.

Sehenswert ist auch der Naumburger Domschatz im Kellergewölbe, der die beinahe tausendjährige Geschichte der Kathedrale in seiner breiten Vielfalt dokumentiert.


Vereinigte Domstifter zu Merseburg und Naumburg sowie des Kollegiatsstifts Zeitz

Domplatz 19,
06618 Naumburg (Saale)
www.naumburger-dom.de
www.vereinigte-domstifter.de

Tel.: +49 (0)3445/23010
Email: info(at)vereinigtedomstifter.de