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Staatsminister Robra auf Kultursommerreise

Kulturminister Rainer Robra besuchte im Rahmen einer viertägigen Kultursommerreise ausgewählte Kultureinrichtungen im Land, um sich persönlich ein Bild von der Vielfalt des kulturellen Angebotes Sachsen-Anhalts zu machen. Von Dienstag, 18. Juli 2017, bis Freitag, 21. Juli 2017, besuchte Robra in den verschiedenen Landkreisen Schlösser, Museen und Sakralbauten, führte Gespräche mit Trägern und Kulturschaffenden vor Ort und informierte sich über den Stand von Ausstellungvorbereitungen sowie zu den Sanierungsarbeiten einzelner Baudenkmale.

„Sachsen-Anhalt verfügt über einen außergewöhnlichen Reichtum an kulturellen Schätzen. Das wurde erst wieder kürzlich bei der Entscheidung der UNESCO deutlich. Zwei der drei deutschen Bewerbungen kamen aus unserem Bundesland“, so Robra. „Neben den bedeutenden kulturellen Leuchttürmen kann das Land aber auch eine Reihe beeindruckender Kleinode vorweisen. Ein Ziel der Sommerreise ist es deshalb diese verborgenen Schätze kennen zu lernen und mit den Menschen, die diese Kleinode pflegen, ins Gespräch zu kommen.“

Tag 1: Besuch Altmark und Börde

Der erste Tag seiner Kultursommereise führte Kulturminister Rainer Robra in die Altmark und die Börde. Auf einem Rundgang durch Schloss Hundisburg, einem der bedeutendsten ländlichen Barockschlösser in Sachsen-Anhalt, besichtigte Robra unter anderem die historische Bibliothek der Familie von Alvensleben. Weiter nördlich, im Winckelmann-Museum in Stendal, wird an den bedeutenden Sohn der Stadt, Johann Joachim Winckelmann, erinnert. Prof. Max Kunze erläuterte u.a. die Vorbereitungen zur neuen Dauerausstellung anlässlich der Winckelmann-Jubiläen 2017/2018.

In Werben besuchte Robra die stadtbildprägende St. Johanniskirche, die noch heute vom einstigen Reichtum der Hansestadt zeugt. Dort überreichte er dem Evangelischen Kirchenkreis einen Fördermittelbescheid in Höhe von 150.000 Euro zur Dachsanierung. Bei seinem Besuch hatte Robra die Gelegenheit die Hans Luft-Bibel mit einem handschriftlichen Eintrag von Martin Luther in Augenschein zu nehmen. Den Abschluss des ersten Reisetages bildete ein Besuch der Klosteranlage Jerichow, ein herausragendes Zeugnis romanischer Baukultur an der „Straße der Romanik“.

Tag 2: Besuch Burgenlandkreis

Der zweite Tag der Sommerreise führte Kulturminister Rainer Robra am Mittwoch in den Burgenlandkreis. Auf dem Programm stand eine Übergabe eines Fördermittelbescheis im Kloster Memleben für Sanierungsarbeiten am Gebäude. Das Kloster und die Kaiserpfalz Memleben zählen zu den herausragenden Objekten Sachsen-Anhalts an der „Straße der Romanik“.

Im Anschluss besuchte Robra die Eckartsburg in Eckartsberga, eine eindrucksvolle Burganlage an der Straße der Romanik. Dorthin hatten sich nach der Schlacht bei Jena und Auerstedt preußische Truppen zurückgezogen. Im Bergfried zeugt ein Diroama von dieser Schlacht, das Robra bei seinem Besuch auch aktivierte.

Im Romanischen Haus Bad Kösen nahm der Kulturminister an einer Führung teil und informierte sich über den Stand der Sanierungsarbeiten. . Das Romanische Haus ist eines des wenigen Profangebäude an der „Straße der Romanik“ und wird heute als städtisches Museum auch für die Sammlung „Käthe Kruse“ genutzt.

Abgerundet wird das Programm des zweiten Tages der Sommerreise durch einen Besuch der Seebrücke Braunsbedra.

Tag 3: Besuch im Harz

Am dritten Tag ging es in den Harz. Erste Etappe war die Fachwerkstadt Osterwieck. Über 400 Fachwerkhäuser haben dort die Jahrhunderte überdauert, rund 70% sind mittlerweile saniert. 

Zu Beginn nahm Kulturminister Robra die andauernden Sanierungsarbeiten am Bunten Hof in den Augenschein. Dort werkeln Jugendliche des Bundesfreiwilligendienstes unter Leitung von Tischlermeister Knackstedt an historischen Türen und Fensterrahmen.

 

Danach ging es in die Stephanikirche. Sie ist ein bedeutendes Denkmal an der Straße der Romanik. Pfarrer Stephan Eichner führte dabei durch die Kirche. Zweite Etappe war Wernigerode. Im dortigen Schloss ging es um bevorstehende Ausbaumaßnahmen zur Erhöhung der Barrierefreiheit - besonders wichtig für Menschen mit Bewegungseinschränkungen, aber auch für Familien mit Kinderwägen. Das Schloss Wernigerode ist eines der wichtigsten Tourismusziele im Land. Am Ende ging tief in die Geschichte des Landes Sachsen-Anhalt: Im Landesarchiv ließ er sich die Arbeit mit den jahrhundertealten Akten erklären.

Tag 4: Köthen und Aschersleben

Zum Abschluss seiner viertägigen Kultursommerreise besuchte Rainer Robra am Freitag, 21. Juli 2017, ausgewählte Kultureinrichtungen in Köthen und Aschersleben. Im Schloss Köthen erkundigte sich Robra nach dem Stand der Sanierungsarbeiten im Spiegelsaal, der durch seine weiße, grüne und ocker bis rötliche Stuckierung eine ganz besondere Harmonie und Eleganz ausstrahlt. Das Schloss Köthen ist als Wirkungsstätte von Johann Sebastian Bach bekannt, der hier Teile seiner „Brandenburgischen Konzerte“ schuf.

Im Anschluss an die Schlossführung stand ein Rundgang durch die Ausstellung der Erlebniswelt Deutsche Sprache der Neuen Fruchtbringenden Gesellschaft zu Köthen an, das ebenfalls im Schloss untergebracht ist. Die Neue Fruchtbringende Gesellschaft zu Köthen/Anhalt e.V. steht in der sprachpflegerischen Tradition der bedeutenden Fruchtbringenden Gesellschaft des 17. Jahrhunderts.

Abgerundet wurdd der vierte Tag der Kultursommerreise mit einem Besuch des Grauen Hofes in Aschersleben. Dort überreichte Robra einen Fördermittelbescheid an den Aschersleber Kunst- und Kulturverein e.V. zur Förderung kultureller Projekte.