Klopstock-Preis für neue Literatur 2018 geht an Marion Poschmann

28. Mai 2018: Nach der Neuausrichtung des Literaturpreises des Landes Sachsen-Anhalt wird 2018 nun zum vierten Mal der Klopstock-Preis für neue Literatur des Landes Sachsen-Anhalt und der Klopstock-Förderpreis vergeben. Kulturminister Rainer Robra wird die Preise am 3. September 2018 offiziell im Palais Salfeldt in Quedlinburg überreichen.

„Mit dem Klopstock-Preis für neue Literatur hat Sachsen-Anhalt einen renommierten Literaturpreis geschaffen. Er ist Anerkennung und Auszeichnung für zeitgenössische Autoren“, so Robra. „Die Jury hat dieses Jahr mit Marion Poschmanns ‚Kieferninseln‘ ein erfolgreiches und in den Feuilletons weit beachtetes Werk ausgezeichnet. Neben dieser bereits etablierten Autorin geht der Klopstock-Förderpreis an Anna Sperk. Sie ist eine vielversprechende Schriftstellerin aus der Region, die in ihrem Roman die Veränderungen der Bildungs- und Kulturlandschaft von der DDR ins vereinigte Deutschland eindrucksvoll aufgreift. Ich gratuliere den beiden Preisträgerinnen herzlich.“

Klopstock-Förderpreis geht an Anna Sperk

Preisträgerin des mit 12.000 Euro dotierten Klopstock-Preises für neue Literatur ist die Dichterin, Autorin und Essayistin Marion Poschmann. Marion Poschmann bekommt den Preis für ihren Roman ‚Kieferninseln‘. Die 1969 in Essen geborene Poschmann ist mehrfach ausgezeichnete Dichterin, Autorin und Essayistin und lebt heute in Berlin. Die Jury begründete die Wahl von Poschmann als Preisträgerin so: „Auf suggestive Weise entwickelt ‚Kieferninseln‘ mit dem Instrumentarium japanischer Kulturgeschichte ein ebenso zartes wie humorvolles Plädoyer für die Kunst der Betrachtung. Die exakte Komposition des Romans steht seiner mal heiteren, mal elegischen Gelassenheit niemals im Weg. Seine romantische Naturpoesie tritt hier im Gewand zeitgenössischer Weltläufigkeit auf‘“.

Der Klopstock-Förderpreis, dotiert mit 3.000 Euro, geht an die promovierte Ethnologin Anna Sperk für ihren Debütroman „Die Hoffnungsvollen“ (2016). Sperk, Jahrgang 1974, wuchs in Sachsen auf und lebt heute in Halle. In ihrem literarischen Debut beschreibt Anna Sperk den Weg einer jungen Frau, die zu Wendezeiten ins Erwachsenenleben eintritt und versucht, ihren Weg in die Wissenschaft zu finden, um für sich eine Perspektive jenseits der elterlichen Anpassung zu entwickeln. „Ihre Figuren zeichnet die Autorin mit interessierter Sympathie, vor allem nie denunziatorisch oder geringschätzend. Im Rückblick auf die frühen 1990er Jahre wird das Bild einer universitären Landschaft gezeichnet, das noch heute - im Jahr 2018 - Gültigkeit für sich beanspruchen kann“, so die Jury in ihrer Begründung.

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