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Gesellschaft der Freunde des Dessau-Wörlitzer Gartenreichs erhält Deutschen Preis für Denkmalschutz

06.08.2019: Die „Gesellschaft der Freunde des Dessau-Wörlitzer Gartenreichs e.V.“ wird für ihr Engagement zur Rettung und Sanierung des Gasthauses „Zum Eichenkranz“ mit dem Deutschen Preis für Denkmalschutz 2019 ausgezeichnet. Das hat das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz bekannt gegeben. Mit dem Preis erhält der Förderverein die höchste Auszeichnung auf dem Gebiet des Denkmalschutzes in der Bundesrepublik Deutschland. Bereits zum vierten Mal in Folge wird eine Initiative aus Sachsen-Anhalt mit dem renommierten Preis ausgezeichnet.

„Silberne Halbkugel“ für Initiative

Staats- und Kulturminister Rainer Robra gratuliert der Gesellschaft zu dieser Auszeichnung: „Die Arbeit von ehrenamtlichen Initiativen wie der ‚Gesellschaft der Freunde des Dessau-Wörlitzer Gartenreichs‘ ist für unsere Kulturlandschaft von unschätzbarem Wert. Dank ihres herausragenden Engagements und ihrer Beharrlichkeit ist ein bedeutendes Denkmal des 18. Jahrhunderts erhalten geblieben. Im wahrsten Sinne des Wortes wurde ein neues Tor zu unserem UNESCO-Erbe, dem Gartenreich, erschlossen.“

Der 2. Vizepräsident des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz, Kulturstaatssekretär Dr. Gunnar Schellenberger: „Denkmale prägen die Identität und das Gesicht Sachsen-Anhalts. Sie stehen maßgeblich für die Lebensqualität in unserem Bundesland und ihre Bewahrung ist eine wichtige Aufgabe für alle. Hierfür ist die Gesellschaft ein leuchtendes Vorbild.“

Die „Gesellschaft der Freunde des Dessau-Wörlitzer Gartenreiches e. V.“ wird in der Preiskategorie „Silberne Halbkugel“ für ihr mutiges, fachlich versiertes Engagement, mit dem sie das historisch bedeutsame Gebäude „Zum Eichenkranz“ gerettet hatte, ausgezeichnet. Der Verein hatte den Gasthof von der Stadt Wörlitz übernommen, saniert und zu einer kulturellen Veranstaltungsstätte ausgebaut.

Preisverleihung in Naumburg

Der Gasthof „Zum Eichenkranz“ war durch den Fürsten Leopold Friedrich Franz von Anhalt-Dessau und seinen Architekten Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff errichtet worden und wurde 1787 eingeweiht. Seit dem Jahr 2000 wurde das Gebäude als Teil des zum Weltkulturerbe zählenden Dessau-Wörlitzer Gartenreichs saniert und 2012 wiedereröffnet. Der Gasthof bietet nun Raum für Tagungen, Kulturveranstaltungen, aber auch Hochzeiten und andere private Nutzungen. Für das herausragende Engagement und die Restaurierung des Eichenkranzes wurde die Gesellschaft im Jahr 2017 mit dem Landesdenkmalpreis ausgezeichnet.

Verliehen wird der Deutsche Preis für Denkmalschutz durch das Präsidium des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz an Persönlichkeiten oder Personengruppen, die sich in besonderem Maße um die Erhaltung des baulichen und archäologischen Erbes verdient gemacht haben. Der Preis gliedert sich in vier Kategorien: Karl-Friedrich-Schinkel-Ring, Silberne Halbkugel, Journalistenpreis und Internetpreis. Die Preisverleihung findet am 28. Oktober 2019 in der Aula der Landesschule Pforta in Naumburg statt.

Bereits in den vergangenen Jahren wurden mehrfach Initiativen aus Sachsen-Anhalt mit dem Preis für Denkmalschutz ausgezeichnet, zuletzt 2018, der Verein „Bauhütte Stadtgottesacker“ aus Halle, 2017 der Förderverein Hofgestüt Bleesern e.V. aus Seegrehna, 2016 der „Arbeitskreis Werbener Altstadt e.V.“, sowie 2014 der „Verein Rettung Schloss Blankenburg e.V.“.

Weitere Informationen können der offiziellen Webpräsenz des Deutschen Komitees für Denkmalschutz entnommen werden: www.dnk.de.